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Parkraumbewirtschaftung                                 Stand 24.09.2018

Gemäß eines BVV-Beschlusses soll gemeinsam mit der Testphase Begegnungszone zum 01.10.2018 die Parkraumbewirtschaft im Bergmannkiez starten. Für das Bezirksamt informierten der für das Ordnungsamt zuständige Stadtrat Hehmke und seine Mitarbeiter*innen sowie das beauftragte Planungsbüro LK Argus am 19.04.2018 vor über 100 Teilnehmer*innen in der Leibniz-Schule darüber. Die Ticket-Automaten sind bereits aufgestellt, und in vielen Autos sind bereits die Anwohner- bzw. Gewerbe-Vignetten angebracht.

Perspektivisch soll die Parkraumbewirtschaftung für den gesamten Bezirk kommen. Informationen zu den Kosten für Anwohner, Gewerbetreibende und Gästeparker finden sich hier.

Wir stehen der Parkraumbewirtschaftung grundsätzlich positiv gegenüber, da es nach allen Erfahrungen ein wirksames Mittel gegen Parkdruck, ordnungswidriges Parken auf Bürgersteigen und an Fahrbahn-Querungsstellen, sowie auch gegen umweltschädlichen Parksuchverkehr ist. Allein die tägliche Präsenz des Ordnungsamts im Kiez (außer Sonntags) wird auf Dauer etwas bewirken. Laut Aussage des Bezirksamts auf der o.g. Veranstaltung die Gruppenleitungen der Einsatzkräfte des Ordnungsamts ordnungswidrig geparkte Autos sogar abschleppen lassen.

Wir werden beobachten, wie sich die Parkraumbewirtschaftung in der Praxis bewährt. Skeptisch sehen wir derzeit, dass die  Dauer der Bewirtschaftung nur bis 22 h gehen soll - in der fast ganzjährigen "Kiez-Saison" ist zu dieser Uhrzeit noch Hochbetrieb von Event-Gästen, die sich auf die Veranstaltungshallen am Columbiadamm, aber auch zur Bergmannstraße hin orientieren. Wenn sich um diese Uhrzeiten die aktuell vorherrschende Situation nicht merklich entspannt, werden wir Nachbesserungen einfordern.

Ein bemerkenswertes Rechtsverständnis des Bezirks offenbarte übrigens die Aussage eines Vertreters des Ordnungsamtes auf der o.g. Veranstaltung auf die Frage einer Teilnehmerin nach dem Umgang mit den Motorrädern auf Bürgersteigen: Dies sei eine "geduldete Ordnungswidrigkeit" - hier müssen die Falschparker also auch künftig nichts befürchten.

Ein anderer Aspekt ist, dass die Parkraumbewirtschaftung nichts an der Straßengestaltung ändert: Es werden keine sichtbaren Parkräume für die einzelnen Fahrzeuge angebracht.

Die Frage einer Neugestaltung / Umnutzung der überbreiten Fahrbahnen in vielen (Kopfsteinpflaster-) Straßen in unserem Kiez, wo je nach Straße, inklusive der Parkstreifen, fünf bis sechs PKW nebeneinander passen, ist ein Thema, dem wir uns gesondert widmen werden.

Zum Thema siehe ein Artikel der Berliner Woche.)

 

 

  


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