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Parkraumbewirtschaftung                                 Stand 08.09.2017

Auf dem bezirklichen Verkehrsausschuss am 07.09.2017 gab es die Information, dass die Parkraumbewirtschaftung am 01.10.2018 eingeführt werden soll. Gemäß eines BVV-Beschlusses soll dies gemeinsam mit der Testphase Begegnungszone erfolgen. Aktuell wird das Gutachten zur Parkraumbewirtschaftung durch den Bezirk noch aktualisiert, anschließend soll es veröffentlicht werden.

Bislang gibt es Parkraumbewirtschaftung nur in Friedrichshain. Perspektivisch soll sie für den gesamten Bezirk kommen. Informationen zu den Kosten für Anwohner, Gewerbetreibende und Gästeparker finden Sie hier.

In der Vorbereitung für den Bergmannkiez müssen bis Oktober 2018 rund 200 Parkscheinautomaten bestellt, zahlreiche Mitarbeiter*innen für die Überwachung eingestellt, Räume für ihre Unterbringung bereitgestellt und die Information der Öffentlichkeit über Detailfragen sowie die Ausgabe von  Anwohner*innen-Vignetten organisiert werden.

Aus unserer Sicht sollten auch Fragen geklärt werden wie: Welche Dauer hat die Bewirtschaftung? Bis 20 Uhr würde nichts bringen, weil es da im Kiez erst richtig „los geht“ – es sollte mindestens bis 24 h gehen. Wie wird die Bürgerbeteiligung organisiert - nur mit einer Informationsveranstaltung, oder zudem mit weiteren Möglichkeiten die Meinung zu sagen, wie z.B. die Email-Befragung anlässlich der Beteiligung zur Friesenstraßen-Sanierung? Und schließlich: Wie soll die Straßengestaltung im Rahmen einer Parkraumbewirtschaftung aussehen? Wird die Frage der zu breiten Fahrbahnen für den motorisierten Verkehr zwischen Fidicin- und Arndtstraße gleich mitgedacht? Gibt es mehr Raum für Querungen, für E-Auto-Ladestationen, für Fahrrad-Parkplätze, und eventuell ein Querparken mit dem Ziel der Entschleunigung auf diesen Kopfsteinpflasterstraßen?

Vom Ablauf her muss auf Grundlage der konkreten Planung aus dem Gutachten zunächst die BVV die Einführung beschließen, voraussichtich im Herbst 2017. Dann kann das Bezirksamt die technisch-organisatorischen Maßnahmen einleiten. Nach dem BVV-Beschluss muss auch eine Bürgerbeteiligung erfolgen, voraussichtlich ab Anfang 2018. Laut Straßen- und Grünflächenamt des Bezirks kann  die Organisation von Automaten, Personen, Räumen und Vignetten parallel zur Klärung der o.g. Fragen der Gestaltung des Straßenraums für den ruhenden Verkehr erfolgen.

Von Einzelproblemen in Übergangsphasen abgesehen hat sich das Konzept der Parkraumbewirtschaftung bewährt. Angesichts der chaotischen Parksituation im Bergmannkiez, besonders bei Events in der Columbiahalle und durch Besucher*innen des Touristen-Magnets Bergmannstraße, entspannt eine Parkraumbewirtschaftung die Parkplatz-Situation. Durch die erhöhte Fluktuation steht durchschnittlich rund 20 Prozent mehr Parkraum zur Verfügung. Dies könnte auch die derzeit geführte Diskussion um wegfallende Parkplätze auf der Bergmannstraße im Zuge der geplanten "Begegnungszone" entschärfen.

Eine erhöhte Präsenz von Kräften des Ordnungsamts kann zudem ein "zivilisierteres" Parken unterstützen, indem zeitnah Falschparker auf Querungsmöglichkeiten von Fußgängern, speziell an abgesenkten Bordsteinen für Menschen mit Einschränkungen oder für Kinder, beseitigt werden.

 

  


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