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Friesenstraße - Asphaltierung                                 Stand 11.01.2018

Laut einer Information des Bezirks Kreuzberg sollen die Bauarbeiten zur Fahrbahnerneuerung mit Asphaltierung der Friesenstraße nach dem Ende der Frostperiode voraussichtlich im März 2018 beginnen und 12 Monate dauern.

Die Sanierung besteht nicht nur aus einer Asphaltdecke: Es wird der gesamte Untergrund der Fahrbahn einschließlich der Bordsteine ausgehoben, und auch darunter befindliche Versorgungsleitungen neu gemacht. Da die Fahrbahn schmaler wird, werden auch Bordsteine und Parkhäfen versetzt. Die Parkhäfen werden nicht asphaltiert, sondern mit dem entnommenen Kopfsteinpflaster neu gestaltet.

Für die Verkehrsführung während der Bauzeit ergibt sich aus dem Plan des Bezirksamts,

  • dass die Friesenstraße für die gesamte Bauphase zu einer Einbahnstraße "bergauf" wird;

  • dass der 248 er Bus durchgehend bergauf fahren wird, wobei nach unseren Informationen die Haltestelle an der Jüterboger Straße entfällt;

  • Richtung Mitte soll der 248er am Platz der Luftbrücke nicht in den Columbiadamm und dann die Friesenstraße abbiegen, sondern über den Mehringdamm, dann rechts über die Bergmannstraße bis zur Markthalle und dann links in die Zossener Straße fahren, die Haltestellen an der Markthalle bleibt;

  • LKW-Verkehr Richtung Mitte wird demnach ebenfalls über den Mehringdamm geleitet, soll aber offenbar nicht über die Bergmannstraße fahren, sondern im weiteren Verlauf Richtung Osten erst in die Gneisenaustraße einbiegen dürfen.

Nach Abschluss der Sanierung soll der 248er dann wieder wie bisher über die Friesenstraße in beiden Richtungen fahren. 

Eine Gefahr, die von allen Beteiligten gesehen wird, ist, dass Autofahrer bei einer asphaltierten Straße dazu neigen, schneller zu fahren. Dies kam auch in der Bürgerbeteiligung zu diesem Bauvorhaben zum Ausdruck, z.B. einer Veranstaltung am 02.07.2015, wie auch in einem Mail-Beteiligungsverfahren, über das Bürger/innen bis zum 11.08.2015 zum ersten vorgelegten Planungsentwurf Stellung nehmen konnten. In der Auswertung dieser Beteiligung (s. auch die Stellungnahmen des Ingenieursbüros LK Argus dazu) sowie den von uns durchgeführten Verkehrsgesprächen forderten Bürger*innen u.a.  zwei Mittelinseln mit Zebrastreifen auf Höhe der Arndt- und und der Jüterboger/ Fidicinstraße als zusätzliche Querungs-Hilfen für Fußgänger/innen, sowie Entschleunigungsmaßnahmen für Fahzeuge, die vom Columbiadamm in die Friesenstraße einbiegen.

Nach Gesprächen mit der BVG ist diese Lösung aufgrund verlängerter "Schwenkkurven" für die Busse im Bereich zwischen Fidicin-  und Schwiebusser Straße nicht möglich, weil diese nicht mit den Bushaltestellen in dem Bereich vereinbar gewesen wären - und die Linie 248 durch unseren Kiez sollte nach Meinung aller Beteiligten nicht in Frage gestellt werden. Es bleibt also dort bei dem vor einigen Jahren eingerichteten Fußgängerüberweg auf Höhe der Jüterboger-/ Fidicinstraße. Auch weitere Entschleunigungs-Elemente wie "Schwellen" bei der Einfahrt aus Richtung Columbiadamm lehnte die BVG leider laut Aussagen des Bezirksamts ab. Wie die aktuelle Planung in etwa aussieht, zeigen diese Planungsentwürfe.

Ein zentrales Element der "Fahrbahnsanierung Friesenstraße" - neben der Asphaltierung - ist die Verengung der Fahrbahn von derzeit 7,50 auf dann 6,50 m. Diese Fahrbahnverengung manifestiert sich in einer "Vorstreckung" der Gehwege an den Kreuzungen sowie den sonstigen Vorstreckungen, z.B. wo Bäume zwischen den Parkbuchten stehen. Auch durch diese Maßnahme erhoffen sich die Planer eine Entschleunigung des Verkehrs.

Unabhängig von dieser Maßnahme der Asphaltierung der Friesenstraße (oder auch einer Begegnungszone Bergmannstraße) ist unsere Initiative weiterhin davon überzeugt, dass eine wirkliche Reduzierung des Verkehrslärms in unserem Kiez nur durch eine Sperrung der Zossener Straße auf Höhe der Markthalle für den motorisierten Durchgangsverkehr erreicht werden kann.

 

Weitere Informationen zum Thema:

- Sicherheitsaudit Friesenstraße

- Bekanntmachung Audit Dialog-Display Friesenstraße

- Auswertung Audit Dialog-Display Friesenstraße

- Artikel aus der Berliner Woche vom Juli 2015


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